Flüssigkeiten vakuumieren

Flüssigekeiten vakuumieren

Das Vakuumieren von Flüssigkeiten ist nicht so einfach wie andere Lebensmitteln. Denn Flüssigkeit wird beim Vakuumieren aus dem strukturieren Beutel gezogen und in den Vakuumierer eingesaugt. Auch wenn die Luft zwar schneller als Flüssigkeiten aus dem Beutel entweicht, so wird es aber gegen Ende des Vorganges knapp. Der Bereich der Schweißnaht wird schnell feucht, die Naht hält nicht dicht und verschmutzt so das Vakuumiergerät oder beschädigt dieses sogar. Es sollte also unbedingt vorsichtig gearbeitet werden um das zu vermeiden.

Es gibt dennoch ein paar Methoden wie das Vakuumieren von Flüssigkeiten gelingt. Die Tipps lassen sich zum Teil kombinieren.

Am Besten verwendet man bei Balkenvakuumierern für das Vakuumieren von Flüssigkeiten die manuelle Bedienung um den Vorgang gut kontrollieren zu können. So kann man das Vordringen von Flüssigkeit in den Bereich der Schweißnaht oder sogar in die Vakuumkammer besser verhindern. Falls vorhanden kann auch der "Pulsmodus" oder Spezialventile nutzen um den Bereich des Unterdrucks zu begrenzen.

Methoden

"Freeze First" - Vorab einfrieren

Bei dieser Methode wird das Vakuumiergut vorab eingefroren bzw. auch nur angefroren. Entweder nutzt man dazu bereits den Vakuumbeutel und lagert das Vakuumiergut stehend in der Tiefkühlung sofern dies möglich ist, wobei hier darauf zu achten ist, dass kein größerer Lufteinschluss vorhanden ist. Danach wird der Vakuumbeutel ganz normal vakuumiert.

Leider ist diese Methode die zeitaufwändigste, aber die Effektivste. Sie klappt quasi immer, ist einfach anzuwenden und praktisch.

Um Gefrierbrand zu vermeiden, sollte keine unnötige Zeit zwischen dem Einfrieren und dem Vakuumieren vergehen. Dann hat man ein perfektes Ergebnis.

Der Nachteil von dieser Methode ist, dass nicht alle Lebensmittel zum vorab einfrieren geeignet sind. Manche verlieren so an Geschmack, Farbe oder Form. Das sollte unbedingt beachtet werden.

Beutel in Beutel

Zuerst wird das Vakuumiergut in einen handelsüblichen, einfachen Gefrierbeutel oder Folienbeutel gefüllt und ganz leicht verknotet. Dieser verknotete Gefrierbeutel wird dann in den Vakuumbeutel gegeben. Das leicht verknotete Ende soll dabei unbedingt in Richtung Boden des Vakuumbeutels zeigen. Dann vorsichtig etwas mit der Hand andrücken und wie gewohnt vakuumieren.  Auch eine sehr einfache und schnelle Methode, die jedoch einen zusätzlichen Gefrierbeutel benötigt.

Küchenrolle

Diese Methode ist nur für feuchte Lebensmittel geeignet und nicht für Flüssigkeiten direkt! Das feuchte Lebensmittel wird hierbei auf ein Stück Küchenpapier gelegt, welches die überschüssige Flüssigkeit aufsaugt. Entweder entfernt man das Küchenpapier dann vor dem Vakuumieren oder gibt es mitsamt dem Lebensmittel in den Beutel und vakuumiert wie gewohnt. Einfrieren ist so auch kein Problem. Weiters ist es auch möglich mit einem Streifen Küchenpapier den innen quer abzusperren um so quasi eine Barriere für Flüssigkeiten zu errichten.

Höhenunterschied

Das Vakuumiergerät wird etwas erhöht aufgestellt wie etwa auf ein dickes Schneidbrett oder Ähnliches. Der Beutel mit dem Vakuumiergut bleibt dabei aber unten auf dem Tisch während dem Vakuumieren. Dadurch kann die Flüssigkeit trotz des Unterdrucks, welcher diese ansonsten sofort aus dem Beutel drücken würde, den Höhenunterschied kaum überwinden. Aufpassen sollte man dennoch während dem Vakuumieren.

Zweite Schweißnaht

Ohne eine zweite Schweißnaht kommt man beim Vakuumieren von Flüssigkeiten kaum aus. Manche Geräte beherrschen eine sogenannte zweite Schweißnaht bereits. Dennoch sollte auch da nochmals im trockenen Bereich verschweißt werden um auf der sicheren Seite zu sein.

Kammervakuumierer

Möchte man Flüssigkeiten ohne Tricks und professionell vakuumieren bleibt nur der Griff zu einem Kammervakuumiergerät. Diese sind jedoch kostenintensiver und brauchen weitaus mehr Platz als Balkenvakuumierer für den Hausgebrauch. Außerdem benötigt man dafür unsere GustoVac ProLine Vakuumbeutel. Diese haben keine strukturierte Oberfläche sondern sind glatt.

Es gibt 3 Methoden Flüssigkeiten mit einem Kammervakuumierer zu vakuumieren:

In der Flasche

Hochwertige Weine und Öle oder sonstige Flüssigkeiten werden länger haltbar gemacht, wenn der Flasche für die Aufbewahrung Sauerstoff entzogen wird. Es wird ein Vakuumschlauch, welcher an das Vakuumiergerät angeschlossen wird, und einen Vakuumstopfen, welcher den Flaschenhals verschließt, benötigt. Mithilfe der Vakuumpumpe wird der Flasche der Sauerstoff entzogen und so vakuumiert.

Im Glas

Einige Lebensmittel werden am besten in einem Schraub-bzw. Einmachglas aufbewahrt und vakuumiert. So zum Beispiel Marmeladen, Marinaden, Soßen etc. Das ist mit einem Kammervakuumierer schnell und einfach möglich. Hierbei wird das gesamte Glas in den Kammervakuumierer gestellt und mit der entsprechenden Einstellung (Anleitung des Herstellers beachten) vakuumiert.

Im Vakuumbeutel

Natürlich ist es auch mit einem Kammervakuumierer möglich die Lebensmittel in einem Vakuumbeutel zu vakuumieren. Der Unterschied ist, dass der Vakuumbeutel komplett in das Gerät gelegt wird. Anders als bei einem Außen-Vakuumiergerät wird nicht nur die Luft aus dem Beutel entzogen sondern ein ganzheitliches Vakuum in der Kammer erzeugt. So wird die Luft aus der kompletten Vakuumkammer, dem Beutel und auch den Zwischenräumen des Vakuumguts entfernt. Danach wird der Beutel versiegelt und ist einsatzbereit.

Wie schon erwähnt werden dafür unsere glatten Vakuumbeutel der ProLine benötigt. Suppe, Soßen oder Marinaden können so am platzsparendsten aufbewahrt werden. Diese Methode eignet sich hervorragend als Vorbereitung zum Einfrieren oder Sous-Vide Garen.

 

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