Sous-Vide oder Wasserdampf? Zubereitungsarten im Überblick

Das 1x1 der Zubereitungsarten – Der Unterschied zwischen Dampfgaren und Sous-Vide Garen

Wie Sie das perfekte Menü auf verschiedene Arten zubereiten

Sie setzen sich gerade mit alternativen Zubereitungsmethoden zum klassischen Anbraten, Blanchieren oder Dünsten auseinander und sind in dem Zuge auf die Begriffe Sous-Vide Garen und Dampfgaren gestoßen und sind sich nicht sicher, wo hier genau der Unterschied liegt?

Keine Sorge, wir erklären Ihnen die Prinzipien des Vakuumgarens und des Dampfgarens, zeigen Ihnen das benötigte Equipment und stellen Ihnen die Vorteile der jeweiligen Zubereitungsmethoden vor. So tappen Sie schon bald nicht mehr im Dunkeln, wenn es um die passende Garmethode Ihres Steaks geht!

Was ist Sous-Vide Garen? Die Kunst des Garens unter Vakuum

Das Sous-Vide Garen geht vor allem auf die französische Küche und ihre Köche zurück. Sous-Vide bedeutet übersetzt so viel wie: Unter Vakuum. Das beschreibt das Prinzip bereits ziemlich gut. Anders als beim traditionellen Garen werden die Lebensmittel hier nicht normal im Wasser gegart, sondern in einem sogenannten Vakuumbeutel. In diesen werden Fleisch, Fisch, Gemüse & Co mit zusätzlichen Gewürzen oder Aromen luftdicht verschlossen. Das Vakuum wird dabei durch das Absaugen der Luft erzeugt. Zum Garen werden die Vakuumbeutel dann in ein Wasserbad gelegt, in dem das Wasser jedoch nur erwärmt wird und nicht kocht. Dabei wird gewährleistet, dass die Wassertemperatur konstant auf einem Level bleibt, damit auch garantiert das gewünschte Garergebnis erreicht ist.

Dadurch bleibt das Gargut besonders zart und saftig und gibt keine Aromen oder Nährstoffe an das Wasser ab. So können jedes Mal ganz neue Geschmackserlebnisse kreiert werden.

Für das besondere Etwas können Sie zum Beispiel Fleisch und Fisch nach dem Garen kurz scharf anbraten, um eine herrliche Kruste zu erzeugen, die das zarte Fleisch perfektioniert.

Was ist Dampfgaren? Das Geheimnis heißer Luft

Das Dampfgaren wird insbesondere in vielen asiatischen Ländern und Regionen seit Jahrtausenden angewandt und erfreut sich dort extremer Beliebtheit. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich bei dieser Zubereitungsmethode um das Garen von Lebensmitteln ohne direkten Kontakt zum Wasser. Der Vorteil hierbei liegt darin, dass die Speisen besonders schonend im heißen Wasserdampf gegart werden und so ihre ursprüngliche Zellstruktur beibehalten, das Aroma intensiviert wird und gerade Fleisch und Fisch herrlich saftig bleiben. Dem Dampfgaren sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ganz egal, ob Sie Gemüse, Fleisch oder Fisch zubereiten möchten, der heiße Wasserdampf macht jedes Gericht zu einem Gaumenschmauß. Noch dazu sind dampfgegarte Gerichte auch für Menschen geeignet, die beispielsweise Röstaromen nicht vertragen oder mögen, welche sonst beim konventionellen Braten entstehen. Geben Sie dieser Zubereitungsmethode also gerne mal eine Chance, Sie werden es nicht bereuen!

Und falls Sie jetzt denken, Dampfgaren ist nichts für Sie, weil Sie eher der süße Typ sind: Auch Obst lässt sich wunderbar im heißen Wasserdampf zubereiten und beschert Ihnen zu köstlichen Desserts garantiert ein ganz neues Geschmackserlebnis!

Wie unterscheidet sich das Equipment? Dampfgarer vs. Sous-Vide Garer?

Dampfgaren können Sie grundsätzlich mit jedem Kochtopf, einem gut schließenden Deckel und den richtigen Einsätzen. Dann müssen Sie nur noch eine geringe Menge Wasser im Topf zum Kochen bringen, das gewünschte Gargut in das Sieb in den Topf hängen und den Deckel aufsetzen. Dadurch, dass das kochende Wasser den Dampf nach oben abgibt, werden die Lebensmittel nun schonend im Wasserdampf gegart. Natürlich gibt es mittlerweile auch moderne Kombi-Geräte, die direkt eine Dampfgarer-Funktion besitzen, die Ihnen die Zubereitung noch ein wenig erleichtern. Alternativ zum normalen Kochtopf und einer Dampf-Temperatur von 100°C können Sie auch Schnellkochtöpfe verwenden, mit denen eine Temperatur von 120°C erreicht werden kann.

Für das Sous-Vide garen können Sie auch herkömmliche Töpfe nehmen, müssen aber auch spezielle Einsätze hinzuziehen. Meistens werden hierfür sogenannte Sous-Vide Sticks oder Sous-Vide Becken verwendet. Die Sous-Vide Sticks – auch Tauchsieder genannt – sind dabei jedoch deutlich platzsparender und können in große Töpfe eingehängt werden. So sorgen sie für eine konstante Wassertemperatur und eine gleichmäßige Verteilung der Wärme.

Mittlerweile gibt es jedoch auch schon professionelle Dampfgarer, die eine separate Funktion zum Vakuumgaren integriert haben und Ihnen somit beide Möglichkeiten bieten.

In diesem Beitrag haben wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten rund ums Sous-Vide Garen bereits vorgestellt. Schauen Sie doch gerne mal vorbei!